• Josta Riecke

    Inspiration

     

  • Die Biologie ist Kunst bestimmend.

    In allen Techniken tauchen organische Formen auf.

     

    Besonders reizt mich die Welt im Verborgenen.

    Die zauberhaften Ansichten unter dem Mikroskop regen zu

    Tusche-"Tüpfel"-Arbeiten, Zeichnungen und Fotocollagen an.

    Die faszinierende Fremdheit der Dinge im Nahblick wird in der Fotografie mit Speziallinsen erkundet.

    In der Digitalkunst hat der Makroscan seine besondere Bedeutung.

     

    Biologie - ein Synonym für Lebendigkeit, d.h. ständiger Veränderung.           

    Der Metamorphosenprozess ist ein zentrales Thema für mich.

    Körper sind in Auflösung, Landschaften in Formationswandel.

     

    Die kunsttherapeutische Arbeit mit Patienten in Nöten führt zu "Kopfbildern".

    Der Mensch im Ausnahmezustand.

     

    Die Beschäftigung mit der Psychoanalyse schlägt sich in ungegenständlichen Arbeiten nieder.

    Sie sind als Psychogramme / Archetypen zu verstehen.

    Bilder aus dem Unbewußten - nicht intellektuell geplant.

     

    Die Chemie inspiriert mich zu experimentellen Laborarbeiten:

    Chemografien, Solarisationen.

     

    Die Horrormeldungen der Medien hinterlassen tiefe Spuren.

    Die Bedrohung - der Supergau wird in meiner Kunst nicht ausgeklammert.

    Die Bilder sollen wach halten und wach rütteln.